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Stigma
Unmittelbar nach der Diagnose wollte ich am liebsten jedem sagen, was mit Dir los ist. Von mir ausgehend dachte ich, dass das ja nur eine Verbesserung mit sich bringen kann. Denn Leute würden zukünftig verstehen, was mit Dir los ist, würden vielleicht Rücksicht auf Dich nehmen oder Dich mit wohlwollenderen Augen betrachten. Dir nicht Charakterschwäche — read more
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Wut als Segen
Ich kenne dich so gut, und langsam erkenne ich auch das Gesicht der Krankheit. Ich sehe, wenn du leer bist und mit toten Augen nach Hause kommst und nur schlafen oder sonst irgendwie der Realität entfliehen willst (und ich den Eindruck bekomme, dass jede Stunde deines Wachseins eine Qual ist). Wenn du freudlos von Treffen — read more
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Dein Struggle ist mein Struggle
Meine Mutter hat mal gesagt: „Man ist nur so glücklich wie sein unglücklichstes Kind“. Da ist was dran. Die Frage ist, wie gesund ist das für Dich? Wie gesund ist das für mich? Seit Jahren trage ich täglich so viel Sorge, Schmerz und Verwirrung in mir, weil ich mir Dein Verhalten nicht erklären konnte. Es — read more
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Flashbacks
Ich frage mich, wie vielen Borderlinern oder deren Angehörigen es so geht, dass ihnen nach der Diagnose auf einmal die Schuppen von den Augen fallen. Bei uns war es auf jeden Fall so. Schon als Kleinkind nannten wir dich Pokerface, weil du dir in Bezug auf deine Gefühle nicht in die Karten schauen lassen wolltest. — read more