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Stigma
Unmittelbar nach der Diagnose wollte ich am liebsten jedem sagen, was mit Dir los ist. Von mir ausgehend dachte ich, dass das ja nur eine Verbesserung mit sich bringen kann. Denn Leute würden zukünftig verstehen, was mit Dir los ist, würden vielleicht Rücksicht auf Dich nehmen oder Dich mit wohlwollenderen Augen betrachten. Dir nicht Charakterschwäche — read more
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Selbsthilfegruppe
Seit zwei Monaten gehe ich in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige. Noch nicht lange genug, um für mich zu entscheiden, ob sie mir gut tut oder nicht. Vorab: Ich bin unendlich dankbar dafür, dass es Träger und Menschen gibt, die ein solches Angebot bereitstellen. Aber es ist auch nicht so, dass man nach so einem Treffen — read more
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Wut als Segen
Ich kenne dich so gut, und langsam erkenne ich auch das Gesicht der Krankheit. Ich sehe, wenn du leer bist und mit toten Augen nach Hause kommst und nur schlafen oder sonst irgendwie der Realität entfliehen willst (und ich den Eindruck bekomme, dass jede Stunde deines Wachseins eine Qual ist). Wenn du freudlos von Treffen — read more
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Dein Struggle ist mein Struggle
Meine Mutter hat mal gesagt: „Man ist nur so glücklich wie sein unglücklichstes Kind“. Da ist was dran. Die Frage ist, wie gesund ist das für Dich? Wie gesund ist das für mich? Seit Jahren trage ich täglich so viel Sorge, Schmerz und Verwirrung in mir, weil ich mir Dein Verhalten nicht erklären konnte. Es — read more
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Du vernachlässigst mich
Diese Worte haben mich bis ins Mark getroffen. Und auch wenn übertrieben und im Affekt gesprochen, ist doch etwas sehr Wahres dran. Obwohl du die Jüngere bist, nimmst du ständig Rücksicht auf deine Schwester. Du musst all die Streitereien und heftigen Eskalationen in unserem Zuhause aushalten, ohne jemals der Auslöser zu sein. Du erträgst, dass — read more
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Flashbacks
Ich frage mich, wie vielen Borderlinern oder deren Angehörigen es so geht, dass ihnen nach der Diagnose auf einmal die Schuppen von den Augen fallen. Bei uns war es auf jeden Fall so. Schon als Kleinkind nannten wir dich Pokerface, weil du dir in Bezug auf deine Gefühle nicht in die Karten schauen lassen wolltest. — read more
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Die Diagnose
Wir wussten schon immer, dass Z. anders ist. Aber es gab immer die Hoffnung, dass sich gewisse Dinge „rauswachsen“. Sie hat auch immer funktioniert, ja, das Kind war nicht kaputt. Aber in den letzten Monaten und Jahren eben deutlich beschädigt. Es gab keinen Namen für das Problem, keine klares Bild. Aber viel Einsamkeit, Wut, Konflikt… — read more